August 30, 2010
Thilo Sarrazin hat es wieder geschafft, dass jeder (auch ich) über ihn redet. Seine aktuelle These über das Judengen geistert durch die Medien und führt passend zu seiner Buchveröffentlichung dazu, dass jeder über ihn redet. Für die Buchverkäufe ist dies natürlich förderlich. Vorschlag für den nächsten Idioten: Lasst ihn labern, ignoriert das Buch, und seht zu, dass er möglichst schnell aus Partei und seinem Arbeitsplatz entfernt wird. Die größte Strafe wäre doch, wenn keiner, wirklich keiner zu solch einer Veröffentlichungspressekonferenz erscheint, oder?
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Warum by Chris
August 22, 2010
Ich hatte ja schon einmal über meine negativen Erfahrungen mit 1&1 berichtet und dann auch die Konsequenzen gezogen. Ich war im T-Punkt in Mainz und habe dort den Wechsel zur Telekom klargemacht, dort soll’s ja VDSL geben. Mein 1&1-Vertrag wurde also gekündigt.
Die Kündigungsbestätigung habe ich erhalten, aber als ich das Datum gesehen habe, bin ich sauer geworden: 2.10.2011, noch über ein Jahr. Kurz nachgedacht und dann fiel mir der Grund ein: Im Oktober 2009 wurde mir (damals noch von freenet) aufgrund meine völlig instabilen 6000er-Leitung vorgeschlagen, auf DSL 2000 zu wechseln. Die Dame am Telefon versicherte mir, dass mir dadurch keine Nachteile in Sachen Vertragslaufzeit entstehen würden. 1&1 scheint das nicht zu interessieren, meine Email an Herrn D’Avis im Wortlaut:
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Warum by Chris
August 21, 2010
Das Sommerloch ist toll. Eigentlich gibt es nichts wirklich interessantes zu berichten (warum eigentlich?), aber die Menschen scheinen nach Aufregern zu gieren. Da kommt dann Ursula Frerichs wieder gelegen, um mit ihrer Forderung nach weniger Urlaub für alle die Bevölkerung aufbringen kann. Als Chefin des Unternehmerverbandes mittelständische Wirtschaft fordert sie “4 Wochen Urlaub müssen reichen” – genau, gesetzlich sind ja auch nur 20 Tage vorgeschrieben
. Alles andere sind mehr oder weniger freiwillige Regelungen, die durch Tarifverträge oder Einzelabsprachen den Anspruch heraufsetzen. Wie viele Tage Urlaubsanspruch hat eigentlich Frau Frerichs?
Ach ja, ihre letzte Forderung zur Deopflicht am Arbeitsplatz war auch nicht besser platziert; ich auf jeden Fall wäre für eine Gehirnpflicht am Arbeitsplatz, dann würde es solche Unfälle wie Frau Frerichs in höheren Positionen gar nicht erst geben.
Ich frage mich nur immer wieder, warum die Medien auf einen solchen geistigen Müll anspringen? Lasst die Frau doch einfach labern und ignoriert einen Blödsinn dieser Art. Das Sommerloch kann man sich auch selbst einreden und durch Nachrichten dieses Kalibers schaffen. Sehr schön auch der Stern “Obama besucht mit seinen Töchtern eine Buchhandlung”, na hallo, wenn das keine Nachricht wert ist. Berichtet lieber ausführlich über wirklich wichtige Themen, wie die Flutkatastrophe in Pakistan, die Lithium-Vorkommen in Afghanistan als Auslöser für den Krieg, oder die Festnahme von Victor Bout.
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Warum by Chris
August 16, 2010
Gerade eben nebenbei im Fernsehen auf DMAX gesehen, dann auch einen Motorvision-Artikel dazu gefunden: Von Mitsubishi gibt es ein neues Elektroauto i-Miev. Also mir ist ja völlig schleierhaft, wie man auf solche Markennamen kommt. Aber einem Auto, das eigentlich mit Null Emissionen fährt den Namen i-Miev – also frei ins hessische, Ei Mief, ich stinke – zu geben, so dämlich kann man doch nicht sein, oder?

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Warum by Chris
August 8, 2010
Anfang des Jahres gab es bei Toyota eine riesige Rückrufwelle als sich auf einmal Berichte häuften, dass in amerikanischen Wagen die Gaspedale klemmten und man die Wagen nicht mehr stoppen konnte. Als Autofahrer fragte man sich, warum die Fahrer nicht einfach ausgekuppelt (ok, sind Amis, also Automatik auf N stellen), auf die Bremse getreten, oder die Handbremse betätigt haben. Inzwischen wurde die Sache gründlich untersucht und es kam heraus, dass in den meisten Fällen in der Tat die Fahrer Schuld waren, die einfach Gas und Bremse verwechselt haben und dem Konzern damit einen Millionenschaden zugefügt haben.
Würden wir nicht in einer Welt leben, in der jeder Depp Unterstützung bei seinen Dummheiten bekommt, wären nach Darwins Gesetz des Stärkeren die Probleme der Überbevölkerung vielleicht nicht ganz so dramatisch
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Warum by Chris
Juli 24, 2010
Gehört ihr auch zu den Menschen, die sich um Passworte nicht so wirklich viele Gedanken machen? Benutzt ihr öfter mal das gleiche Passwort, oder könnt euch komplizierte Zugangsphrasen sowieso nicht merken? Dann solltet ihr vielleicht einmal umdenken, es könnte ja Leute geben, die es auf euch abgesehen haben – und ein Passwort zu knacken ist leichter, als man gemeinhin denkt.
Wohlgemerkt, dieser Artikel soll nicht primär zeigen, wie man ein Passwort knackt, er soll zum Nachdenken anregen, verzichtet aber dennoch nicht auf konkrete Beispiele.
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Juli 17, 2010
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat ja schon mit seinem Notrufknopf für das Internet Inkompetenz auf dem Gebiet der Technik bewiesen und scheint dieses Image nun pflegen zu wollen.
In einem Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung (bisher leider nirgendwo komplett online gefunden, nur in Teilen) wird wohl ein 15 Punkte Plan für die Sicherheit im Internet gefordert. Neben durchaus sinnvollen Punkten wie die Einführung von Spezialeinheiten auf dem gebiet gibt es auch ein paar echte Kracher:
Wer das Internet für Käufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge nutzen will, sollte sich zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen müssen.
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Warum by Chris
Juli 10, 2010
Beim Herumsurfen bin ich gerade einmal wieder über eines der seltsamen Phänomene der Blogosphäre gestolpert – Blognetzweke, die nur dazu missbraucht werden, Firmenseiten zu promoten. Man schaue sich den folgenden Screenshot des Bloggeramts, einer Aggregatorseite für deutsche Blogs an:

6 mal der gleiche Text, sogar 3 mal das gleiche Bild verwendet. Klickt man sich auf eine dieser Seiten weiter, weiß man schon, was einen erwartet: Völlig sinnfreie Artikel, gespickt mit den gerade aktuellen Buzzwords, nur darauf ausgelegt, möglichst viel Suchmaschinenverkehr zu generieren, der dann den Rang der eigentlichen Zielseite nach oben treibt. Beispiel gefällig?
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Warum by Chris
Juli 3, 2010
Zu Zeiten der dotcom-Blase war das Thema kurz auf der Tagesordnung, aber dann ziemlich schnell wieder verschwunden: Lebensmittel im Internet einkaufen.
Nun versucht sich mit Amazon der größte Onlinehändler wieder auf diesem Gebiet, das alleine ist sicherlich eine Meldung wert. Aber wird es diesmal funktionieren?
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: der Einkauf ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich und man muss sich nicht mit ungeliebter anderer Kundschaft (je nach Tageszeit Rentner “ich hab’s passend”, Yuppies “ja, nur der eine Joghurt” oder Schüler “haben se mal nen Ausweis dabei?”) in der Warteschlange an der Kasse langweilen. Die Lieferung erfolgt meist zügig und ab 20€ auch versandkostenfrei.
Die Risiken sind allerdings auch nicht zu unterschätzen: im deutschen Lebensmittelsegment herrscht so ein brutaler Preiskampf, dass sich sogar Riesen wie Walmart wieder aus Deutschland zurückgezogen haben, zu sehr achten die Kunden auf den Preis. Außerdem haben es die Deutschen oft nur ein paar Minuten zum nächsten Markt, der im Regelfall bis 20 Uhr offen hat, oft sogar länger. Da macht es wenig Sinn, die Milch online zu kaufen.
Aus meiner Sicht kann sich so ein Geschäft nur halten, wenn die Preise extrem niedrig sind (womit ich bei Amazon auf Dauer nicht rechne), oder das Sortiment den Ausschlag gibt. Und ich denke, bei letzterem kann der Onlinehändler punkten. Schon auf der Startseite der “Lebensmittelabteilung” gibt es Kategorien für Vegetarier oder Veganer, genauso wie für Laktose- oder Glutenfreie Lebensmittel und auch Fairtrade kommt nicht zu kurz.
Wenn diese Spezialangebote gut bestückt werden, preislich im normalen Rahmen liegen, Produkte angeboten werden, die man auch noch gut bevorraten kann, dann gebe ich Amazon eine Chance. Ich werde auf jeden Fall einmal testbestellen.
Juni 28, 2010
Der letzte Beitrag hier drehte sich darum, was man als Organisator einer Sitzung machen kann, damit die Veranstaltung ein Erfolg wird. Aber es gibt ja immer zwei Seiten: was kann man als Teilnehmer machen, um Sitzungen weniger sinnlos zu machen?
- Lies die Agenda – vor einer Sitzung sollte immer eine Agenda versendet werden. Zögere nicht, den Organisator danach zu fragen. Lies die Agenda, stelle Rückfragen weitestgehend vorab und notiere eventuelle Stichpunkte für die Sitzung.
- Notiere dir die Teilnehmer – mach dir zu Beginn der Besprechung eine Teilnehmerliste, idealerweise auch mit Jobbeschreibung oder Aufgabenbereich. Wenn du Leute nicht kennst, frage nach ihren Namen. Erstens kommt eine persönliche Anrede immer gut und zweitens weiß man nach der Sitzung immer noch, an wen man sich wegen einer Rückfrage wenden kann.
- Mach dir Notizen – die wichtigsten Punkte sollte man notieren, auch Punkte, die einen persönlich erst einmal nicht betreffen. Hintergrundwissen schadet nie.
- Melde dich freiwillig für das Protokoll – auf diese Art bekommt man oft mehr mit und kann auch problemlos Rückfragen stellen.
- Labere nicht – beteilige dich nur dann mit einer Wortmeldung, wenn du etwas sinnvolles beitragen kannst.
- Kurz fassen – als Ergänzung zum obigen Punkt; Wortmeldungen sollten kurz sein und auf den Punkt kommen.
- Lasse andere ausreden – nichts ist unangenehmer, als anderen ständig ins Wort zu fallen. Dies erhöht die Aggressivität bei vielen Teilnehmern unnötig.
- Versuche, ohne Notebook oder Handy auszukommen – Ton aus beim Handy, Laptop zulassen (solange man ihn nicht wirklich für ein Thema in der Sitzung braucht). Emails werden vor oder nach der Sitzung gelesen, Telefonate kann man ebenfalls vertagen. Wenn’s gar nicht geht, den Raum still verlassen und still wieder betreten.
- Biete an, später weiterzudiskutieren – wenn sich herausstellt, dass ein Thema mit einem Kollegen länger werden kann, es aber nicht für alle Teilnehmer interessant ist, dann biete an, es nach der Sitzung in kleinem Kreis zu beenden. Das spart Zeit.
- Lies das Protokoll – das Protokoll sollte aufmerksam gelesen werden. Hier ist die letzte Chance, Einspruch gegen Entscheidungen einzulegen oder noch einen wichtigen Kommentar anzubringen.