Der Joel Test für bessere Software-Entwicklung
Ein Artikel, über den ich vor längerer Zeit gestolpert bin, ist mir gestern gerade wieder ins Gedächtnis gerufen worden, als wir unsere Programmier-Team-Sitzung hatten. Mal wieder (ja, passiert öfter) waren die Kundenversionen der letzten Woche mit Bugs verseucht und peinliche Patches waren notwendig. Das ganze wurde zum Anlass genommen, einmal mehr die guten Vorsätze zu diskutieren. Ich frage mich, warum kommt es immer zu diesem Punkt? Liegt es am Team, oder liegt es an den Kunden? Ich gehe mal den Team-Ansatz und dazu gibt es einen sehr guten Artikel von Joel on Software, in dem die Merkmale eines guten Entwicklerteams anhand 12 einfacher Punkte bewertet werden:
- Wird eine Quellcodeverwaltung verwendet?
- Kann man das ganze Projekt in einem Rutsch erstellen?
- Werden tägliche Komplettbuillds erstellt?
- Gibt es eine Fehlerdatenbank
- Werden Fehler behoben, bevor neuer Code geschrieben wird?
- Ist der Zeitplan up-to-date?
- Gibt es eine Spezifikation?
- Haben die Programmierer ruhige Arbeitsbedingungen?
- Werden die besten für Geld erhältlichen Entwicklungswerkzeuge verwendet?
- Gibt es Tester?
- Schreiben neue Team-Mitglieder Code während des Bewerbungsgespräches?
- Gibt es spontane Usability-Tests?
Bei uns sieht das derzeit so aus
- Ja, Sourcesafe
- Ja, Ist gescriptet
- Ja
- Jein. Nicht jeder Fehler landet dort
- Jein, außer das folgende Feature landet beim gleichen Programmierer.
- Ja
- Ja
- Nein, Großraumbüro + derzeit Baulärm
- Ja
- Ja, aber zu selten verfügbar
- Nein, wobei das Team konstant ist
- Nein, nicht regelmäßig
12 Punkte wären perfekt, 11 tolerabel. Alles was 10 oder weniger ist, sollte dringend verbessert werden. Zählt man die Jeins zur Hälfte, sind wir derzeit bei 8, d.h. da müsste etwas geschraubt werden. Mal schauen, ich denke, ich greife mir einen Punkt nach dem anderen raus und bringen ihn mal im Entwicklermeeting zur Sprache.
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