Obergrenze für Handygebühren

März 24, 2009

Die EU hat heute wieder einen großartigen Beschluss durchgesetzt, die Obergrenzen für Handykosten beim Roaming, also Nutzung im Ausland, sollen sinken. Cool dachte ich, haben die endlich auch verstanden, dass die westlichen Provider ihre Kunden gnadenlos abzocken – schließlich gibt es einige afrikanische Länder, in denen Roaming problemlos und kostenfrei zu den in der Heimat gewohnten Tarifen läuft. Uns wird weiterhin erzählt, dass die hohen Preise durch den hohen technischen Aufwand gerechtfertigt sein.

Aber weit gefehlt, die Limits sind so dermaßen lächerlich, dass ich als Provider auch zugestimmt hätte. Abgehende Gespräche aus dem Ausland in die Heimat sollen dann mit maximal 41,7 Cent pro Minute berechnet werden dürfen – im Juli 2011. Klar, bis dahin gehe ich davon aus, dass der Hauptumsatz mit dem Datenvolumen laufen wird, wen interessiert dann noch so eine total alberne Obergrenze (zum Vergleich, wir sind im Inland bei 8 Cent angelangt). Und gerade fürs Datenvolumen wird es keine Grenze geben; der Großhandel wird zwar auf maximal 1 € pro Megabyte beschränkt, nicht aber die Endkundenpreise. Warum dürfen Leute, die von der Materie anscheinend nicht den Ansatz einer Ahnung haben, in Brüssel eigentlich Entscheidungen treffen? OK, ich vergaß, es sind Politiker, dafür braucht man keine Qualifikation.

Wie sagt Dieter Nuhr so schön und oft zitiert “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten”

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