Warum risikofrei arbeiten?

April 5, 2009

Inspiriert durch diesen Artikel auf “The art of nonconformity”, will ich ein paar kleine simple Tipps für ein risikofreies Berufsleben geben:

Niemals kreativ werden – gute Lösungen werden vorgegeben oder bei anderen abgeschaut. Wenn man nicht gerade in der Werbebranche arbeitet, ist unnötige Kreativität gefährlich. Der Kunde erwartet nicht, dass man den bereits angedachten Lösungsweg verlässt und ihm dadurch unnötige konzeptionelle Arbeit aufbürdet.

Warum effektiv arbeiten? Im Regelfall wird man auf der Arbeit nach Zeit bezahlt oder hat einen Vertrag mit festen Arbeitsstunden. Es ist also völlig überflüssig, seine Arbeit in weniger Zeit als notwendig zu erledigen, am Ende kommt nur der Abteilungsleiter ins Büro und legt einem den nächsten Stapel auf den Tisch. Also, keine unnötige Hektik.

falscher_beruf Weiterbildung kostet nur Geld – Jeder Versuch der Weiterbildung belastet das Budget der Abteilung und in der derzeit schlechten wirtschaftlichen Zeiten sieht der Chef das natürlich gar nicht gerne. Die Devise lautet also, “ich bin auf dieser Position gelandet, weil ich genug kann, nicht weil ich lernen müsste”.

Keine Eigeninitiative ergreifen – bloß nicht auf die Idee kommen, von sich aus Vorschläge für Verbesserungen zu machen oder noch schlimmer, sie sogar auszuführen. Am Ende führt dies nur dazu, dass man nach Ratschlägen gefragt wird, was nur zu mehr Aufgaben führt und diese wiederum zu mehr Arbeit, wie wir alle wissen.

Verantwortung übernehmen ist gefährlich – Wer Verantwortung übernimmt lebt gefährlich. Am Ende macht ein Untergebener oder noch schlimmer, man selbst, einen Fehler und muss die Zeche dafür zahlen. Dann lieber locker nach Vorgabe arbeiten und das Risiko der Verantwortung den anderen überlassen. Nichts ist schlimmer, als derjenige zu sein, der Rechenschaft ablege muss.

In Meetings ohne Notebook erscheinen – ganz schlechter Stil ist es, in Meetings ohne Notebook oder Blackberry erscheinen. Was soll man denn sonst machen, wenn man sich aus den Diskussionen heraushalten will? Oder soll man am Ende aus lauter Langeweile noch zuhören, oder sich gar beteiligen?

Nicht dem Chef widersprechen – wenn der Vorgesetzte eine Entscheidung trifft, warum sollte man diese in Frage stellen? Der Vorgesetzte hat schließlich lange und hart gearbeitet, um seine Position zu erreichen. Er muss es also wissen – oder hat er sich auch an diesen Artikel gehalten?

Oder vielleicht ist das alles Quatsch, und man sollte genau das Gegenteil machen?

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