Tipps zur Stressreduzierung #1

Mai 20, 2009

Eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse (Original leider nicht im Netz gefunden, nur Seiten, die darauf Bezug nehmen wie z.B. scinexx) besagt, dass Menschen mehr denn je unter Stress stehen. Hausfrauen empfinden sich gestresster als Manager, selbst Schulkinder berichten davon.

Dies will ich zum Anlass nehmen, einmal eine kleine Serie mit Tipps zur Stressreduzierung zu starten. In unregelmäßigen Abständen werde ich hier auf der Seite meine persönlichen Tipps präsentieren, vielleicht kann sie der eine oder andere ja brauchen.

Tipp #1: Deadlines im Blick behalten

Deadlines sind Alltag in meinem Job als Softwareentwickler, dennoch habe ich einen Haufen Aufgaben, die nicht an ein bestimmtes Zeitfenster gebunden sind, wie beispielsweise Wartungsaufgaben oder Fragen von Kollegen, die beantwortet werden sollten. Die Frage ist – wann sollte ich welche Aufgabe meiner Liste angehen, um Stress und Hektik zu vermeiden? Erst die angenehmen kleinen Dinge, oder erst die großen Brocken?

Echte Deadlines notiere ich in meinem Kalender und ziehe den von mir angesetzten Aufwand davon ab. D.h. wenn ein Projekt bspw. Ende August mit 4 Wochen Bearbeitungszeit fertig sein soll, dann setze ich einen Merker auf Ende Juli/Anfang August. Spätestens in meinem wöchentlichen Review wird mir dieser Merker auffallen – meist natürlich früher beim durchsehen meiner Projekte.

Weiterhin habe ich mir angewöhnt, im Outlook eine Liste potentieller Projekte zu führen, in der ich nach einem Gespräch mit Kunden oder unserem Vertriebsmensch notiere, wann die potentielle Deadline dieses Auftrages ist. Wohlgemerkt, der Auftrag ist zu diesem Zeitpunkt maximal raus gesendet, noch nicht bestätigt oder gar bestellt. Ich habe damit nur potentielle Engpässe im Griff und kann darauf reagieren und damit planen.

Auf die Art habe ich meine harten Termine zusammen. Wenn es nun darum geht, mir eine Aufgabe herauszusuchen, entscheide ich mich oft weit vor der Deadline dafür, 1-2 Schritte eines Projektes zu erledigen, auch wenn man nicht so wirklich Lust darauf hat. Dies gibt einerseits ein gutes Gefühl, weil man etwas erledigt hat, obwohl man noch viel Zeit hat, andererseits kommt es häufig vor, dass einem dann eine Frage einfällt, die man bspw. seinem Auftraggeber noch stellen muss. Die Email kann man dann direkt absenden – ob die Antwort dann ein paar Tage auf sich warten lässt, ist nicht so wild; das Projekt ist ja noch im Plan.

Und in diese Wartephasen, die extrem häufig vorkommen, packe ich meine Aufgaben, die keine harte Deadline haben. Fragen von Usern beantworten, Sitzungstermine vorbereiten, Dinge recherchieren – ich schaffe mir also Zeit zum arbeiten, indem ich andere zum arbeiten bringe. Die frühen Fragen haben auch einen weiteren Vorteil: ich räume anderen Zeit ein, die Antwort zu geben, ich muss in Emails nicht von “einer ganz dringenden Frage” sprechen, sondern kann sachlich ohne Stress formulieren und bringe andere nicht in Bedrängnis.

Fazit: Deadlines nutzen, nicht ignorieren.

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One Response to “Tipps zur Stressreduzierung #1”

  1. [...] Teil 1 und Teil 2 habe ich über relativ offensichtliche Stressfaktoren geschrieben. Diesmal geht es um [...]

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