Review: Alestorm, Black Sails at Midnight
Seit Freitag ist das zweite Album der Heavy Metal Piraten Alestorm erhältlich. Nachdem das Erstlingswerk “Captain Morgan’s Revenge” für einige positive Resonanz in der Metal Szene gesorgt hat, müssen die 4 Schotten nun beweisen, dass sie keine Eintagesfliege sind.
“Black Sails at Midnight” kommt wie man das inzwischen so gewohnt ist in diversen Editionen mit und ohne Bonus-Material daher, ich habe mir nur die Standard-Edition bestellt, da ich mir den ganzen Quark außenherum eh maximal einmal ansehe, mir geht’s um die Musik.
“The Quest” als erster Track ist ein netter Einsteiger, blieb bei mir aber genau wie Leviathan (was es schon auf einer EP vorab gab) trotz epischer Aufmachung nicht so wirklich hängen. Dann kommt aber das, was man an den Schotten mag – eingängige Melodien, traditionell mit Akkordeon angehaucht und als uptempo so nett verpackt, dass es problemlos in jeder Piratenkneipe für Stimmung sorgt: “That Famous Ol’ Spiced” ist ein fetter Mitsing-Track, und Keelhauled legt dann richtig einen drauf. Ein Verräter wird, wie damals halt so üblich, unter dem Kiel des Schiffes durchgezogen.
“To the end of our days” kommt vom Tempo wieder deutlich gemächlicher daher, passt aber sehr gut zu seinem Text einer gebrochenen Piratenseele. “Black Sails at Midnight” ist eine klasse Mitgröhl-Nummer, da bin ich auf das Konzert gespannt. “No Quarter” bringt als Instrumental Abwechslung, spielt in der Mitte kurz das Thema von “Pirates of the Caribbean” an, das inzwischen wirklich jedem geläufig sein dürfte (und für mich einer der genialsten Filmscores ist). “Pirate Song” beschreibt, wie sollte es anders sein, das Leben eines Piraten und kommt wieder als Super-Tavernen-Schunkler daher, “Chronicles of Vengeance” ist etwas trashiger, nicht ganz so eingängig, hat aber Tiefe – der letzte Track “Wolves of the Sea” ist wieder gewohnte Kost.
Generell würde ich “Black Sails at Midnight” so bei 9 von 10 einsortieren. Alestorm landen wieder einen Treffer in dem Metier, das die beackern, kommen nur von der Originalität nicht ganz an ihre erste CD heran. Dadurch, das man mit Piraten halt einen bestimmten Musikstil und passende Texte assoziiert, bleibt eben nicht so viel Freiheit. Ansonsten “ARRRRR”, sehr fettes Teil.
Lyrics zum Album finden sich hier, reinhören entweder oben über den Link oder by MySpace.
Ähnliche Artikel:

Leave a Reply