Den online-Lesevorrat organisieren
Blogs haben die Art und Weise des Internets verändert; begonnen haben sie als Tagebücher einzelner Freaks, inzwischen werden auch große Websites im Backend als Blog-Systeme geführt. Früher wurden Websites seltener aktualisiert, lange Artikel waren die Regel. Mit den Blogs kamen die kurzen Artikel, von denen auf vielen Seiten mehrere pro Tag erscheinen.
Wer mit diesem Tempo Schritt halten will, der muss zuerst einmal eine Auswahl treffen, was er oder sie überhaupt für lesenswert hält. Man kann und muss nicht alles lesen, was im Internet publiziert wird. Helfen kann einem dabei die richtige Strategie:
Probezeit
Wenn man im Netz über eine potentiell interessante Website stolpert, dann setzt man diese zuerst auf eine Testliste. Ich verwende dazu in meinen Lesezeichen einen Ordner namens “INBOX”, der eine temporäre Liste enthält, die damit von meinen restlichen Lesezeichen getrennt ist. Diese Liste klappere ich hin und wieder ab und Seiten, die wiederholt meine Aufmerksamkeit halten können, landen irgendwann in den echten Bookmarks. Die fortschrittlichere Variante davon ist “read it later”, ein Plug-In für Firefox, das eine “muss ich noch lesen”-Liste verwalten kann.
Feedreader
Viele Websites bieten ihn an, den Link auf Artikel oder Kommentare als RSS-Feed, gut zu erkennen am orangenen Logo (wie auch hier rechts oben auf der Seite). Im Prinzip ist dies nichts anderes, als eine für Software aufbereitete Form von Texten. Man kann diese Text dann mit online-Tools, wie beispielsweise dem Google Reader, zu eigenen Seiten zusammenfassen und erhält damit schneller eine Übersicht über neue Artikel. Natürlich gibt es auch Software, um offline zu lesen, oder sich das ganze mobil anzuzeigen. Eine schöne Einleitung zum Thema RSS findet sich hier.
Artikel per email
Auch eine gute Möglichkeit, über neue Artikel Bescheid zu wissen, ist das Abo per email. Einige Seiten bieten dies an und versenden bei jedem neuen Artikel den Link, oder auch den kompletten Text per Mail. Für mich persönlich ist das nicht die Methode der Wahl, da ich meine Mailbox leer halten will, aber es soll sich eben jeder das aussuchen, was ihm liegt.
Zeitplanung
Dadurch, dass das Internet zu beliebiger Zeit nahezu beliebig viel neues bietet, sollte man sich überlegen, wie viel Zeit man damit “verbrauchen” mag. Surfen in der Mittagspause zur Entspannung mag Spaß machen, wenn es allerdings darauf hinausläuft, den halben Arbeitstag über mit Browserschauen statt arbeiten zu verbringen, ist es sicherlich kontraproduktiv. Man kann sich an feste Zeiten halten (immer in der Mittagspause oder Abends eine Stunde vor dem Abendessen), oder sich auch mal durch ein Programm vor Augen halten lassen, wie viel Zeit man vor dem Bildschirm verbringt. Ob es zu viel oder zu wenig ist, sollte jeder selbst entscheiden. Ich bin bekennender Vielsurfer und mache mir darum eher weniger Gedanken muss ich gestehen.
Social Bookmarking
Mit dem Mitmachweb sind auch die Social Bookmarking Dienste wie digg oder delicious aus dem Boden geschossen. Zusammen mit News-Aggregatoren wie wikio oder xmarks (das als kleines Browser-Plug-In begonnen hat), kann man auch solche Dienste verwenden, um auf dem laufenden zu bleiben. Allerdings ist man damit dann wirklich jedem einzelnen Internet-Hype schutzlos ausgeliefert. Wer allerdings gern den neuesten Promi-Tratsch liest, oder das aktuell lustigste Video im Netz sehen will, ist hier bestens aufgehoben.
Ähnliche Artikel:

Leave a Reply