Paganfest 2009 in der Batschkapp Frankfurt
Gestern ging in der Batschkapp das Paganfest über die Bühne, komplett ausverkauft. Das Lineup dieses Jahr war: Swashbuckle, Ex Deo, Alestorm, Unleashed, Die Apokalyptischen Reiter und Korpiklaani.
Da ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, war ich erst zum Start von Ex Deo da, die Piratencombo Swashbuckle musste leider dran glauben. Egal – Ex Deo kamen im Römeroutfit auf die Bühne, sozusagen Roman Death Metal. Nichts weltbewegendes und nach nicht ganz einer halben Stunde war die Geschichte auch schon durch. War vielleicht aufgrund des miesen Klanges auch nicht so schlecht.
Alestorm hatten danach bei den ersten 2 Songs das gleiche Problem, es wurde aber deutlich besser. Vor allem konnten die Piraten aus Schottland aber mit ihrem Powermetal die Stimmung nach oben treiben, die ersten Stage-Diver hatten auch ihren Spaß und der Mann hinter der Bühne endlich Arbeit. Gelungener Auftrtt und schwitzendes Publikum, so muss das sein.
Als nächstes betraten Unleashed die Bühne. Viking Death Metal. Erkennt man immer gut daran, dass 3-5 Leute in schwarzen Klamotten mit Odin’s Hammer als Kette und Trinkhorn in Reichweite, in einer Art Selbsthilfeguppe über die Instrumente gebeugt, wie die Weltmeister schrammeln. Ist irgendwie nicht meine Musik, einfach totlangweilig.
Danach kam für mich die Überraschung des Abends, “Die Apokalyptischen Reiter”. Ich hatte mir vorher nur das erste Album mal angehört und war auch eher auf Death vorbereitet, aber es kam anders. Eine total geniale Rockband mit super Sänger, die etwas in Richtung Letzte Instanz geht, aber noch eine Spur härter daherkommt. Daneben gibt es als optisches Highlight den Keyboarder “Dr. Pest” auf seiner Hollywood-Schaukel in Sado-Maso-Kluft, sehr cool. Die Stimmung ging nicht nur bei mir, sondern auch beim Rest des Publikums wieder nach oben, man hatte das Gefühl, dass der Großteil der Leute wegen dieser Band ihren Weg nach Frankfurt gefunden hatte.
Zuletzt kamen gegen kurz vor 23 Uhr Korpiklaani auf die Bretter; eigentlich die Band neben Alestorm, die ich unbedingt sehen wollte. Musikalisch kamen die 6 Finnen wirklich gut, der Sound war 1a (für Batschkapp Verhältnisse zumindest), aber so 100% überzeugt haben sie mich nicht. Abgesehen vom Sänger kam die Band undynamisch rüber, passte nicht so ganz zum Humppa-Stil der Musik.
Dennoch gab es bis 24 Uhr einen guten Mix, das Publikum war in klasse Stimmung und ich habe auf jeden Fall für die paar Euro meinen Spaß gehabt.
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