Die ultimativen Tipps zur persönlichen Produktivität…
…und dem perfekten Leben gibt es nicht. Auf vielen Seiten, die sich mit Produktivität oder verwandten Themen befassen, gibt es einen einheitlichen Satz “Regeln”, der sozusagen die Grundsätze darstellt, ohne die viele User sich überhaupt nicht vorstellen können, erfüllt zu leben. Auszugsweise sind dies:
Frühaufstehen – schon das Sprichwort sagt, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Ich persönlich kann damit überhaupt nichts anfangen. Was bringt es mir, früh im Büro zu sein, wenn mein Körper überhaupt noch nicht wach ist? Was bringt es mir, dann Abends ein Konzert, zu dem ich gerne gehen will, absagen zu müssen, weil ich am nächsten morgen um 5 aus dem Bett falle? Hilft mir das weiter? Viel wichtiger ist es, den eigenen Rhythmus zu finden, mit dem man gut leben kann. Spätaufsteher sind nicht automatisch fauler als Frühaufsteher oder umgekehrt.
Sich selbstständig machen – um ein erfülltes Leben zu haben muss man sein eigener Boss sein, und zwar komplett. In einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten muss katastrophal sein, wenn man den gängigen Blogs glauben darf. Ich finde es nicht verwerflich, einen geregelten Job zu haben, der mir kalkulierbar Geld einbringt, der es mir erlaubt, mein eigenes Haus beispielsweise zu finanzieren. Klar würde ich mich freuen, wenn dieses Blog so viel Geld abwerfen würde, dass ich komplett davon leben kann. Aber bis das der Fall sein sollte, kann es aus meiner Sicht nicht schaden, ein kleines bisschen Sicherheit zu haben; auch das kann das Leben positiv beeinflussen, oder nicht? Ich denke hierbei jedes mal an die Sparkassenwerbung, in der das kleine Mädchen am Ende sagt “Du Papa, wenn ich groß bin, möchte ich auch Spießer werden.”
Die wichtigste Aufgabe des Tages zuerst erledigen – ich denke, auch hier kommt es auf die Persönlichkeit und die eigene Arbeitsweise an. Ich für meinen Teil brauche morgens im Büro ein paar Aufgaben (und meinen Tee) zum warmwerden. 2-3 kleinere Jobs erledigen, die nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. In Ruhe die Emails sortieren zum Beispiel oder ein paar triviale Umbauarbeiten an Programmen vornehmen in meinem Fall (ach, die Schrift dort soll rot werden, gut, dann eben erledigen). Dann bin ich warmgelaufen und kann mich auf die großen Dinge stürzen. Bin ich deswegen direkt ein Verdränger?
Ich bin ein Fan von Tipps aus Blogs, oft findet man dort wirklich gute Ideen, die einem weiterhelfen können. Was ich aber überhaupt nicht mag ist diese teils sehr dogmatische Weise, in der ein paar Grundprinzipien immer wieder durchgekaut werden, nur weil der Prominente X mit dieser Methode erfolgreich war. Bei jedem Posting, auch bei diesem hier gilt, lesen, darüber nachdenken, und sich dann selbst entscheiden, ob man es so umsetzen will.
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