Studenten schießen sich selbst ins Knie

Dezember 3, 2009

An den Unis in Deutschland protestieren die Studenten seit Wochen für bessere Studienbedingungen, mit einher geht auch die Forderung nach mehr Geld für die Ausbildung. Die Studenten besetzen dabei oft Hörsäle oder andere Räume der Unis, meist wird dies von der Leitung auch geduldet.

In Frankfurt scheint man aber bei einem Teil der Studenten nicht so ganz kapiert zu haben, wie man friedlich protestiert. Wände wurden beschmiert, Möbel verwüstet, Fußböden ruiniert – heute wurde es dem Präsidenten dann zu Recht zu viel und er ließ das Casino, nach vorheriger Aufforderung freiwillig zu gehen, räumen.

Auch wenn es nur ein kleiner Teil war, der die Verwüstungen angestellt hat, hat sich dennoch ein wesentlich größerer Teil indirekt mit den Randalierern auf eine Ebene gestellt, indem man nicht freiwillig gegangen ist und sich von den Sicherheitskräften hat heraustragen lassen. Man hat einfach nicht verstanden, dass man als verantwortungsbewusster Student hätte ein Zeichen setzen können “nein, ich gehöre nicht zu den bekloppten und halte mich auch mal an Regeln”. Nun werden Prügel-Vorwürfe gegen die Polizei laut – Leute, wenn ihr euch nicht an die Regeln halten könnt, dann kann da auch mal etwas härter vorgegangen werden.

Ein Streik, bei dem man sich selbst die Bildung verweigert halte ich ja schon für ziemlich grenzwertig, aber nun auch noch das ganze durch Randale auf eine Ebene mit einem schreienden Kind zu setzen, das einfach nur quengelt, weil es quengeln will, macht irgendwie noch weniger Sinn. Ein Protest mit Argumenten würde helfen, aber so ist die Aktion direkt zum scheitern verurteilt.

Ähnliche Artikel:

  1. Das Phantom ist enttarnt – Polizei hat dreckige Ohren
  2. Optimale Besprechungen
  3. VDSL – Vertrag kommt von vertragen? Von wegen.
  4. Warum MySpace untergehen wird
  5. Ausweis für das Internet – der BDK macht sich wieder beliebt

One Response to “Studenten schießen sich selbst ins Knie”

  1. Habe mir die Medienberichte über die letzten Wochen auch etwas angeschaut. Ich komme von einer Uni in der Schweiz die überhaupt nicht davon betroffen ist. Wir kommen mit unseren Profs eigentlich recht gut aus. Mit einigen sogar extrem gut.
    Die Streichungen (Vorlesungen und Budget) seitens der Oberen werde bei uns sogar von Profs öffentlich in den Vorlesungen und in Sitzungen kritisiert. Somit könnte man eigentlich behaupten, dass die Profs auf unserer Seite stehen.

    Was mir aber aufgefallen ist, dass die Studis in Deutschland kaum ein Konzept haben. Einfach gegen Gebühren. Keine Idee wie man das finanzieren soll und dann noch Profs vom Mikrofon wegschlagen (Video Tageschau) damit diese sich nicht zu Wort melden können. Einem fairen, sinnvollen und produktiven Austausch wird also gar keine Chance gegeben. Schade.

    Viele benutzen die Situation einfach nur zum Krawall machen. Gib ihnen Macht und sie nutzen sie aus. In diesem Fall um sich am Gebäude, das ja auch ihr eigenes ist, zu rächen um somit vielleicht eigenen Frust abzubauen.

Leave a Reply