Zombielisten für mehr Produktivität
Immer produktiv sein ist schwierig. Man will etwas sinnvolles tun, schafft es aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Eine “Ausrede” fürs Nichtstun ist das Fresskoma, der Zustand, der einen nach einem ausgiebigem Essen ereilt. Gerade nach einem Kantinenessen mit Kollegen auf der Arbeit fällt es schwer, direkt wieder mit der nächsten “Next Action” auf der Liste fortzufahren. Hungern will man nicht, und die Salattheke hat auch nicht für jeden seinen Reiz, dann doch lieber Schnitzel und danach als Zombie herumlaufen.
David Allen empfiehlt ja bei der Auswahl seiner Aufgaben auf das aktuelle Energielevel zu achten – und das dümpelt nach einem größeren Essen eben nahe null rum. Mittagsschlaf im Büro wäre eine Idee, aber das sieht der Chef meistens nicht so gerne.
Eine Lösung kann eine “Zombieliste” sein.
Im GTD wird empfohlen, seine Aufgaben nach Kontexten zu organisieren. Dies sind beispielsweise @Telefon, @Computer oder @Büro. In diese Liste nimmt man nun einen neuen Kontext @Hirntot (oder eben @Zombie) auf, in den man die Aufgaben einsortiert, für die man nicht wirklich nachdenken muss, die einfach nur erledigt werden müssen.
Die Sortierung der Aufgaben in die einzelnen Kontexte wird ja vorab erledigt, beispielsweise im wöchentlichen Review, oder auch bei der täglichen Durchsicht. Hier hat man noch Energie und kann entscheiden, welche Aufgaben wirklich nur einfaches “Machen” sind. Bei mir landen dort zum Beispiel Aufgaben der Art “Prüfe alle Benutzer, ob sie Recht xy in der Anwendung haben”, oder “Tippe folgende längere Liste ab”.
Zombielisten sind dann gut, wenn sie vorher gut vorbereitet sind. Wenn ich dazu komme, eine Aufgabe dieser Liste abzuarbeiten, dann läuft mein Gehirn auf Notstrom, ich will nicht mehr darüber nachdenken, was ich gerade mache. Dann kann das nächste Essen mit Fresskoma kommen – ich bin vorbereitet.
Ähnliche Artikel:

Leave a Reply