Eine persönliche Nachricht von den Leuten, die heise online lesen

Februar 6, 2011

Seit einiger Zeit prangt oben auf der heise online-Seite für die Leute, die Werbeblocker benutzen, ein Banner “Eine persönliche Nachricht von den Leuten, die heise online lesen”. Neugierig habe ich mal draufgeklickt, klang nicht uninteressant. Ich vermutete schon, dass es um Werbeblocker geht.

Heise versucht hier zu erklären, warum es dem Verlag schadet, wenn Werbeblocker wie AdBlock eingesetzt werden. Es wird dargestellt, dass man das Geld braucht, um Serverkosten etc. zu decke – sehe ich im Grunde ein. Man versuche, nur Werbung zu platzieren, die nicht störend wirkt.

Gut dachte ich mir, mache ich einmal die Probe aufs Exempel. Hier die Seite mit eingeschaltetem Werbeblocker:

Heise ohne Werbung

Und hier die gleiche Seite ohne Werbeblocker:

Heise mit Werbung

Die Werbung am oberen Bildrand ist animiert mit 3 verschiedenen kleinen Anzeigen. Die Werbung am rechten Rand ist animiert. Mitten im Fließtext prangt ein Werbebanner. Ich habe ja keine Ahnung, was heise dann als aufdringliche Werbung ansieht, aber damit macht man sich bei mir die Argumentation kaputt. Derart scheißnervige Werbung kommt nicht gut an – weder bei mir, noch bei vielen anderen, wenn man sich die Kommentare zum Erklärungstext der Redaktion so ansieht.

Ich werde definitiv bei meinem Blocker bleiben, nicht nur für heise, sondern auch für die meisten anderen Seiten im Internet. Die Werbebranche hat sich im Netz einfach dermaßen dämlich und aufdringlich angestellt, dass man sich als Verbraucher wehren muss, es geht gar nicht anders. Popups, popunders, blinkende Banner, am besten noch mit nervigen Sounds. Das hält kein Mensch aus und aus meiner Sicht schadet man so auch dem Produkt, das beworben wird. Aber gut, selbst die Redaktionen angesehener Technikzeitschriften scheinen es ja nicht zu kapieren.

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