Trans-Siberian Orchestra in der Phönix-Halle Mainz
Endlich auch einmal in Deutschland – nach Jahren und unzähligen Auftritten in den USA konnte man das Trans-Siberian Orchestra auch einmal hier sehen. In Deutschland sicherlich hauptsächlich als Soundtrack eines unglaublichen Weihnachtsvideos auf YouTube bekannt, hat die Band, die von Paul O’Neill, einem der Väter von Savatage ins Leben gerufen wurde, gut 80% der Halle füllen können.
Motto der Tour war das vorletzte Album, Beethoven’s Last Night. Das Themenalbum dreht sich um Beethovens letzte Nacht, in der der Teufel ihn zu einem Pakt überreden will, um sich seine letzte Symphonie anzueignen.
Positiv fiel gleich zu Beginn auf, dass an den Plätzen eine komplette wirklich gute deutsche Übersetzung aller Texte zu finden war, die dann auch die ganze Show über als Text auf Monitoren eingeblendet wurden. Wobei ich mich schon erschrocken habe, als der Erzähler die ersten drei Sätze auf Deutsch von sich gegeben hat – da war der Teleprompter schon hilfreich – bevor auf Englisch gewechselt wurde.
Schon direkt zu Beginn wurde klar, warum das Konzert nicht ganz billig war – Licht, Nebel, Pyrotechnik und eine beindruckende Lasershow begleiteten die Band. Geniale Stimmen, ein großartiger Erzähler, und eine 15-köpfige Band + Orchester sorgten für einen wirklich gut abgestimmten Sound. Wie auch schon beim Konzert, das ich letztes Jahr in Washington gesehen habe, war die Halle komplett bestuhlt, was stimmungsmäßig immer ein bisschen schwierig ist, aber dennoch kam es bei mir gut an.
Zur Zugabe kam Paul O’Neill höchst selbst für ein paar Songs auf die Bühne und endlich wusste ich, wer der Typ mit Leibwächter am Mischpult war, der die ganze Zeit direkt vor mir gesessen hatte. (Endlich) wurde auch noch etwas von Savatage gespielt: Hall of the Mountain King kam wie immer sensationell, zwischendrin Carmina Burana von Orff und am Schluss noch Chance. Die Standing Ovations gab es zu recht, aus meiner Sicht ein echt gelungener Abend.
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