Juli 10, 2010
Beim Herumsurfen bin ich gerade einmal wieder über eines der seltsamen Phänomene der Blogosphäre gestolpert – Blognetzweke, die nur dazu missbraucht werden, Firmenseiten zu promoten. Man schaue sich den folgenden Screenshot des Bloggeramts, einer Aggregatorseite für deutsche Blogs an:

6 mal der gleiche Text, sogar 3 mal das gleiche Bild verwendet. Klickt man sich auf eine dieser Seiten weiter, weiß man schon, was einen erwartet: Völlig sinnfreie Artikel, gespickt mit den gerade aktuellen Buzzwords, nur darauf ausgelegt, möglichst viel Suchmaschinenverkehr zu generieren, der dann den Rang der eigentlichen Zielseite nach oben treibt. Beispiel gefällig?
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Warum by Chris
Juli 3, 2010
Zu Zeiten der dotcom-Blase war das Thema kurz auf der Tagesordnung, aber dann ziemlich schnell wieder verschwunden: Lebensmittel im Internet einkaufen.
Nun versucht sich mit Amazon der größte Onlinehändler wieder auf diesem Gebiet, das alleine ist sicherlich eine Meldung wert. Aber wird es diesmal funktionieren?
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: der Einkauf ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich und man muss sich nicht mit ungeliebter anderer Kundschaft (je nach Tageszeit Rentner “ich hab’s passend”, Yuppies “ja, nur der eine Joghurt” oder Schüler “haben se mal nen Ausweis dabei?”) in der Warteschlange an der Kasse langweilen. Die Lieferung erfolgt meist zügig und ab 20€ auch versandkostenfrei.
Die Risiken sind allerdings auch nicht zu unterschätzen: im deutschen Lebensmittelsegment herrscht so ein brutaler Preiskampf, dass sich sogar Riesen wie Walmart wieder aus Deutschland zurückgezogen haben, zu sehr achten die Kunden auf den Preis. Außerdem haben es die Deutschen oft nur ein paar Minuten zum nächsten Markt, der im Regelfall bis 20 Uhr offen hat, oft sogar länger. Da macht es wenig Sinn, die Milch online zu kaufen.
Aus meiner Sicht kann sich so ein Geschäft nur halten, wenn die Preise extrem niedrig sind (womit ich bei Amazon auf Dauer nicht rechne), oder das Sortiment den Ausschlag gibt. Und ich denke, bei letzterem kann der Onlinehändler punkten. Schon auf der Startseite der “Lebensmittelabteilung” gibt es Kategorien für Vegetarier oder Veganer, genauso wie für Laktose- oder Glutenfreie Lebensmittel und auch Fairtrade kommt nicht zu kurz.
Wenn diese Spezialangebote gut bestückt werden, preislich im normalen Rahmen liegen, Produkte angeboten werden, die man auch noch gut bevorraten kann, dann gebe ich Amazon eine Chance. Ich werde auf jeden Fall einmal testbestellen.
Juni 28, 2010
Der letzte Beitrag hier drehte sich darum, was man als Organisator einer Sitzung machen kann, damit die Veranstaltung ein Erfolg wird. Aber es gibt ja immer zwei Seiten: was kann man als Teilnehmer machen, um Sitzungen weniger sinnlos zu machen?
- Lies die Agenda – vor einer Sitzung sollte immer eine Agenda versendet werden. Zögere nicht, den Organisator danach zu fragen. Lies die Agenda, stelle Rückfragen weitestgehend vorab und notiere eventuelle Stichpunkte für die Sitzung.
- Notiere dir die Teilnehmer – mach dir zu Beginn der Besprechung eine Teilnehmerliste, idealerweise auch mit Jobbeschreibung oder Aufgabenbereich. Wenn du Leute nicht kennst, frage nach ihren Namen. Erstens kommt eine persönliche Anrede immer gut und zweitens weiß man nach der Sitzung immer noch, an wen man sich wegen einer Rückfrage wenden kann.
- Mach dir Notizen – die wichtigsten Punkte sollte man notieren, auch Punkte, die einen persönlich erst einmal nicht betreffen. Hintergrundwissen schadet nie.
- Melde dich freiwillig für das Protokoll – auf diese Art bekommt man oft mehr mit und kann auch problemlos Rückfragen stellen.
- Labere nicht – beteilige dich nur dann mit einer Wortmeldung, wenn du etwas sinnvolles beitragen kannst.
- Kurz fassen – als Ergänzung zum obigen Punkt; Wortmeldungen sollten kurz sein und auf den Punkt kommen.
- Lasse andere ausreden – nichts ist unangenehmer, als anderen ständig ins Wort zu fallen. Dies erhöht die Aggressivität bei vielen Teilnehmern unnötig.
- Versuche, ohne Notebook oder Handy auszukommen – Ton aus beim Handy, Laptop zulassen (solange man ihn nicht wirklich für ein Thema in der Sitzung braucht). Emails werden vor oder nach der Sitzung gelesen, Telefonate kann man ebenfalls vertagen. Wenn’s gar nicht geht, den Raum still verlassen und still wieder betreten.
- Biete an, später weiterzudiskutieren – wenn sich herausstellt, dass ein Thema mit einem Kollegen länger werden kann, es aber nicht für alle Teilnehmer interessant ist, dann biete an, es nach der Sitzung in kleinem Kreis zu beenden. Das spart Zeit.
- Lies das Protokoll – das Protokoll sollte aufmerksam gelesen werden. Hier ist die letzte Chance, Einspruch gegen Entscheidungen einzulegen oder noch einen wichtigen Kommentar anzubringen.
Juni 24, 2010
Sitzungen sind ein nerviger Teil meines Arbeitslebens. In 50% der Sitzungen habe ich das Gefühl, meine Zeit sinnvoller verbringen zu können. Die Punkte, die angesprochen werden, hätte man schnell zwischen 2 Leuten per email oder Telefon klären können und wenn dann doch 5 beteiligt sind, dann endet es oft in endlosen Diskussionen über Details. Vor etwas über einem Jahr hatte ich das Thema schon einmal hier auf der Agenda, aber da es so wichtig ist, will ich es noch einmal aufgreifen.
In zwei Artikeln habe ich die essentiellen Tipps zusammengestellt – einmal aus Sicht des Organisators und einmal aus Sicht des Teilnehmers.
Was kann man als Organisator einer Sitzung machen, damit man nicht seine und die Zeit der Teilnehmer verschwendet?
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Juni 19, 2010
Seit gestern ist sie da, die neue Version 3.0 von WordPress, der Blogsoftware, die auch diese Website antreibt. Als Major-Release sind einige nette neue Funktionen dabei, die sicherlich ein Upgrade rechtfertigen, z.B.:
- Hosting mehrerer Blogs mit einer Installation
- Neues, schickes Default-Theme (wobei man das ja eh ersetzt)
- Neue Menü-Funktionen
- Der Admin-Username kann geändert werden
- Support für Shortlinks
- uvm.
Wer wie ich kein Freund von Ich-zeige-euch-die-Features-als-ewig-langes-Video ist, der kann sich hier die komplette Liste anschauen.
Wie lief mein Upgrade?
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Juni 17, 2010
Es gibt Meldungen seines Computer, die will man nicht unbedingt lesen. Ich nutze zu Hause einen Windows Home Server für Backups, als Fileserver und als Medienserver und die Konsole auf meinem Laptop sagte mir am Montag: “Network health critical”. Nicht gut.
Ein Blick auf die Konsole und mir schwante nichts gutes. In der Liste der Laufwerke war eine der beiden 500 GB Western Digital Green Festplatten als “missing” gelistet. Ich klickte mich zur Sicherheit einmal mit Remote Desktop auf den Server, checkte das Eventlog und dies bestätigte meine Vermutung: die Festplatte hat das zeitliche gesegnet. Kurzes Googlen brachte mich auf folgendes Blog, das ein ähnliches Problem schildert.
Das geht schon in die Magengegend. Wer wie ich ziemlich viele digitale Daten sammelt, neben Musik auch die privaten Fotos, weiterhin ein paar Fernsehaufnahmen und Dokumente über unsere Wohnung und so weiter, der weiß, wie wichtig so ein Rechner wird. Erst einmal den Rechner herunterfahren, damit nicht mehr Stress als notwendig auf der Maschine lastet und eine neue Festplatte bestellt.
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Juni 9, 2010
Pünktlich zur Apple Wordwide Developer Conference stellt auch Google eine Neuerung für sein mobiles Betriebssystem vor: Google Maps Navigation ist nun genauso wie die Sprachsuche für Deutschland verfügbar. Beides sind echte Killerfeatures, die für die Konkurrenz eine harte Nuss darstellen:
Google Maps Navigation ist eine kostenlose Navigationslösung für alle aktuellen Android-Handys. Extra installieren muss der Anwender nichts, da es sich um ein serverseitiges Update von Google handelt, welches in der Version 4.2 von Google Maps schon enthalten ist. Startet man dort nun den Routenplaner und stellt sich eine Route für Autos zusammen, dann erscheint unter dem Button “Auf der Karte anzeigen” nun ein weiterer namens “Navigieren”. Sollte er bei euch nicht direkt erscheinen, einfach mal das Telefon aus- und wieder einschalten und eine neue Route suchen, danach tauchte er bei mir auf.
Google Sprachsuche ist die zweite geniale neue Funktion. Wer sich die App aus dem Market kostenlos installiert, der braucht ab sofort seine Suchanfragen Richtung Google nicht mehr über die Handytastatur eintippen, sondern hält seinen Suchbutton auf dem Mobiltelefon 2 Sekunden gedrückt und spricht sie einfach in das Mikrofon. Das ganze funktioniert für dialektfreies Deutsch erstaunlich gut und schnell.

Juni 6, 2010
Seitdem ich für meine privaten Aufgaben Remember the Milk verwende, nervt mich ein Umstand kolossaal: die Liste der fälligen und überfälligen Aufgaben.
Bisher war ich es von Outlook gewohnt, dass eine nicht erledigte fällige Aufgabe einfach am nächsten Tag angezeigt wird. Außerdem habe ich ganz gerne eine simple Liste, die mir die fälligen Aufgaben der nächsten Tage anzeigt. Fehlanzeige bei RTM, es gibt nur 3 Listen: Heute fällig, morgen fällig und überfällig. Die für heute erscheint zwar, wenn ich mich einlogge, die anderen beiden muss ich aber direkt ansteuern. Das ist nicht produktiv, Abhilfe muss her in Form einer neuen Smart List. Schritt für Schritt geht das so…
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Mai 31, 2010
Mitte 2009, mein Internet-Provider ist freenet. Im Grunde bin ich mit dem Laden ganz zufrieden, die Leitung ist stabil, der Ping zum Spielen erstklassig, nur die Bandbreite ist mit 2 MBit nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Zu dem Zeitpunkt war VDSL noch ziemlich neu und teuer. Die Versorgung war also nicht top, aber besser als in vielen Teilen der ländlichen Bevölkerung. Ich hatte nebenbei mitbekommen, dass freenet von 1&1 aufgekauft wurde, war mir aber ziemlich egal.
Ende letzten Jahres kam 1&1 dann auf die Idee, ebenfalls VDSL anzubieten, und das noch zu einem vertretbaren Preis. Also am 2.12.09 mal interessehalber bei der Hotline angerufen. Die Dame hatte eher keine Ahnung, ob und wie das an meinem Anschluss funktioniert, wollte mich aber zurückrufen lassen. Die Odyssee nahm ihren Anfang…
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Warum by Chris
Mai 26, 2010
Eben einen ziemlich interessanten Beitrag im ZDF auslandsjournal gesehen: Steve Jobs als digitaler Diktator. Es wird beschrieben, wie systematisch Apple die Werbung für die eigenen Produkte kontrolliert und auch die Anwender über den AppStore und seine Exklusivität gängelt. Es ist erschreckend, wie weit selbst deutsche Verleger (Springer z.B.) in ihrer Selbstzensur gehen, nur damit ihre App Eingang in den Store findet. Sehr sehenswerter Beitrag.
Wer den Bericht noch einmal in voller Länge sehen will, kann dies am Freitag, 28.5. im ZDF Infokanal tun.
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Warum by Chris